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Interkulturelle Kompetenz für Fallmanager und Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit

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Sie arbeiten im Bereich der Arbeitsvermittlung, sei es in einem Job-Center Ihrer Stadt oder bei der Agentur für Arbeit? Dann stehen Sie mitten im Spannungsverhältnis zwischen Ihrem Auftrag und den Vorstellungen oder gar Ansprüchen des Kunden. Sie merken den Druck, den unterschwellige Probleme ausüben, zumal wenn Ihr Kunde oder Ihre Kundin aus einem anderen Kulturkreis kommt? Gelegentlich kommt es hier zu Missverständnissen oder Konflikten, denen Sie etwas ratlos gegenüber stehen? Oder aber Ihre Kunden erscheinen Ihnen unselbständig, zuweilen teilnahmslos?

Diese Situationen wecken Unsicherheit, bringen Unzufriedenheit auf beiden Seiten mit sich und führen zur Belastung nicht nur Ihrer Person, sondern des gesamten Arbeitsprozesses. Dieses Seminar bietet Ihnen die notwendige Orientierung, Entlastung und Verständnis im Umgang mit Arbeitssuchenden aus anderen Kulturkreisen – denn wer als Fallmanager oder Arbeitsvermittler sensibilisiert ist, erspart sich selbst Frustrationserlebnisse sowie Arbeitsmehraufwand und steigert zudem die Erfolgsquote seiner Tätigkeit.

Inhalte

Die intensive Seminararbeit ist selbstverständlich auf die praktischen Bedürfnisse der Teilnehmenden ausgerichtet. Dementsprechend soll der Fokus auf den Umgang mit Personen anderer Enkulturation (Schwerpunkt nach Absprache: z.B. Russlanddeutsche, islamischen Länder) gelegt werden. Für dieses Ziel erheben wir die selbst erlebten kritischen Ereignisse, die wir einer Analyse anhand bewährter Techniken unterziehen. Sodann wird eine Typologie von Konflikttypen und Konfliktlösungsstrategien vorgestellt, die – unter anderem – am Ende zur Entwicklung von Handlungsleitfäden genutzt wird, wie die vorgestellten Modelle der interkulturellen Kommunikation (Kulturstandards und Kulturelle Dimensionen). Die theoretischen Inputs werden durch kleine praktische Übungen und entsprechende Reflexionsphasen flankiert. Ein kleines Rollenspiel sowie weitere Simulationen – um Erfahrungen zu verdeutlichen – runden das Seminar ab. Die Veranstaltung schließt mit Entwicklung von Handlungsempfehlungen und –leitfäden für die berufliche Praxis. Die Handelsempfehlung wird im Rahmen des „Dreiecks“ der gesetzlichen Vorgaben, zeitlichen Zwänge und der spezifischen Situation der Migranten angesiedelt und stützt sich auf die vorgestellten Modelle, Erfahrungen aus den Simulationen sowie Rückschlüsse aus der Analyse kritischer Ereignisse.

Sie lernen

Fallbeispiele aus der Praxis machen deutlich, dass eine gescheiterte Vermittlung und Integration ihren Ursprung sehr häufig in fehlgeschlagener Kommunikation mangels interkultureller Kompetenz hat. Aber auch Ressourcen werden oft nicht erkannt: Ein hochqualifizierter IT-Spezialist aus Russland wird seine Fähigkeiten nicht selbstdarstellerisch verbalisieren – er kommt aus einer kollektivistischen Kultur. Ihm dann einen Job anzubieten oder zu vermitteln, für den er völlig überqualifiziert ist, führt zur Frustration und Scheitern des Arbeitsverhältnisses.

In diesem Seminar wird Ihnen das Wissen über unterschiedliche, auf kulturelle Hintergründe zurückgehende Verhaltensweisen vermittelt. Wir setzen uns intensiv mit dem Begriff „Integration“ auseinander und gehen der Frage nach, wo die Toleranzgrenze zwischen unterschiedlichen Kulturen liegt. Sie werden für kulturelle Differenzen sensibilisiert – das schließt auch die Entlastung der eigenen Person in etwaigen Konflikten mit ein – und eignen sich entsprechende interkulturelle Kompetenz an. So lernen Sie beispielsweise, kulturbedingte Kontroversen von anderen Konflikten zu unterscheiden und infolge dessen auch angemessene Maßnahmen zu ergreifen.

Methoden

Wir legen Wert auf ein breites Spektrum an Methoden, da durch die differenzierte Wissensvermittlung erfahrungsgemäß ein besserer Lernerfolg garantiert ist. Angesetzt wird daher auf folgenden Ebenen:
– Lernen auf der Erfahrungsebene: Es werden praktische Übungen durchgeführt, um eigene Erfahrung zu generieren
– Lernen auf der Anwenderebene: Aus der Reflexion gemachter Erfahrungen werden Rückschlüsse für die eigene Praxis gewonnen
– Lernen durch Auswertung: Evaluierung eröffnet neue Perspektiven und zieht praktische Handlungsanweisungen mit sich

Teilnehmerkreis

Das intensive dreitägige Seminar richtet sich an alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die im arbeitsbedingten Kontakt mit Migranten (m/w) stehen, z.B. Angestellte und Beschäftige der Job-Center (Fallmanager), Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit oder Ausländerbehörde.

Organisatorisches

Dauer: 2 Tage
Teilnehmer: max. 12
Dozent: auf Anfrage
Ort: Göttingen oder Inhouse

Preis: 340 € pro Teilnehmer

Der Seminarpreis ist nach § 4 Nr. 21 und 22 UstG umsatzsteuerfrei.

Tagungsgetränke und Seminarunterlagen sind im Preis enthalten. Wir würden uns über Ihre Teilahme an dieser Veranstaltung freuen.

Bei Interesse können Sie uns über folgendes Kontaktformular erreichen.

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